Author Archive for Simon Nickel

06
Jul
09

Neue „Terms of Services“ – Schritt in Richtung Community

Nach einigen Protesten im an mehreren Stellen im Opera Forum wurden heute die „Terms of Service“ für den Upload von Opera Unite Services und Widgets aktualisiert.

Neben einigen irreführenden Neu-Formulierungen ist vorallem folgender Absatz hinzu gekommen:

Opera does not claim ownership in your Content, and uploading does not transfer ownership rights of the Content to Opera.

Opera reagiert damit auf einigen Protest potenzieller Service-Entwickler, die Angst haben die Rechte an ihrer Arbeit zu verlieren, sobald sie ihre Services uploaden. Jedoch bleibt weiterhin fraglich in wie weit dieser Absatz die Entwickler positiv stimmen wird. Denn weiterhin werden durch folgenden Absatz Rechte aberkannt:

Opera Software is granted the right to examine and propose required changes to the application before the making the Content available on Opera Software’s web sites.
[…]
By uploading Content to Opera’s site, you grant Opera an unrestricted, royalty-free, worldwide, irrevocable license to use, reproduce, display, perform, transmit and distribute such material without charge on Opera’s web sites.

Dieser Absatz überschreibt Opera immer noch unwiderruflich die Rechte einen Service zu ändern und zur Verfügung zu stellen. Also im Grunde genommen Rechte die man mit „ownership“ verbindet.

In der Bekanntmachung des Updates begründet Nav Jotpawera die Überschreibung dieser Rechte an Opera damit, dass nur so die Qualität der Plattform als ganzes gewährleistet werden kann.

24
Jun
09

Service: File Sharing

Mit dem Service File Sharing können Dateien von der eigenen Festplatte zum Download freigegeben werden. Bei der Installation wird nach einem Ordner auf seiner Festplatte gefragt, dessen Inhalt über Opera Unite zur Verfügung gestellt werden soll. Um die Dateien vor unerlaubtem Zugriff zu schützen wird der Service standardmäßig mit einem Passwort belegt, dieses kann vom Betreiber des Services in der rechten Spalte unter Access Control geändert werden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit die Dateien für alle zugänglich zu machen oder nur für den eigenen Zugriff freizuschalten.
Leider besteht momentan nur die Möglichkeit den Service als Ganzes zu schützen, nicht einzelne Dateien oder Ordner. Somit können nicht nur ein paar Dateien für bestimmte Freunde/Bekannte freigegeben werden. Dadurch ist der Service in meinen Augen im momentanen Zustand kaum zu gebrauchen. Jedoch wird bereits daran gearbeitet den Passwortschutz benutzerfreundlicher zu gestalten, wie dieses Zitat aus dem Opera Unite Forum zeigt:

Advanced access control, per resource/file/path/youNameIt, is on our roadmap. Actually we did in the past.

* Technically it’s not really difficult once we decided how the access control cascade to the sub resource/file/path/youNameIt.
* The biiiiiiiig problem is the UI/UX and how to make this clear and give a decent overview of the current settings and how and what a change somewhere will effect something else to the person running the services.

Bei der Nutzung des Service ist jedoch Vorsicht angesagt! Der folgende Auszug aus den „Terms of use“ zeigt warum:

„Certain features of the Software and Services, including Opera Unite, may allow you to post or send content and/or links to content stored on your computer, that can be viewed by others („User Generated Content“).
[…]
We do not claim ownership of any User Generated Content. However, by submitting User Generated Content to us, you grant us and our affiliates the right and limited license to use, copy, display, perform, distribute and adapt this User Generated Content for the purpose of carrying out the Services.“
Vorsicht! Terms of use!

Da mir der Unterschied zwischen „claim ownership“ und „use, copy, display, perform, distribute and adapt this User Generated Content“ leider nicht geläufig ist kann ich jedoch nicht mit Sicherheit sagen, in welchem Maße diese Einverständniserklärung Opera ermächtigt Unfug mit den über diesen Service versandten Daten zu betreiben.

23
Jun
09

Opera Unite Services – Kurze Einführung

Nach einigen Problemen, scheint Opera Unite nun wieder zu funktionieren. Was sich im Laufe des Sonntags geändert hat ist unklar, zumindest scheint es bei vielen stabiler zu laufen. Trotzdem kommt es noch oft zu Meldungen wie „503 Service Unavailable“ oder langen Wartezeiten.

Doch bevor ich näher auf die einzelnen Services eingehe, zuerst einmal ein paar grundlegende Sachen:

  1. Services benutzen
  2. Ereignisse
  3. weitere Services

Services benutzen

Nach der Installation von Opera Unite sind die 6 Services File Sharing, Fridge, Media Player, Photo Sharing, The Lounge und Web Server vorhanden. Um diese zu benutzen müssen sie jedoch erst aktiviert werden, dazu muss der Service im Opera Unite Panel gestartet werden.
Danach lassen sich alle gestarteten Services direkt über die Adresse http://<device_name&gt;.<user_name>.operaunite.com/ oder von der Startseite aus aufrufen. Wird ein Service durch ein Passwort geschützt muss „access_content/<passwort>“ hinten drangehängt werden.

Ereignisse

activity Wird ein Services von einem User benutzt erscheint im Service-Panel ein roter Punkt im Service Icon, ist das Service Panel nicht ausgewählt erscheint ein roter Punkt im Reiter des Service Panels. Einige Services können auch Notifications in Art des Transfer-Tools von Opera hervorrufen, Einstellungen für diese Notifications habe ich bisher leider noch nicht gefunden.
Zusätzlich wird im zu jedem Service der Grad der Nutzung angezeigt, z.B. No, Low und Medium activity.
Ist man auf der Seite eines Services werden in einem Kasten auf der rechten Seite weitere User gezeigt, die gerade diesen Service betreiben.
Diese Funktion scheint jedoch momentan noch etwas fehlerhaft bzw. überlastet zu sein, was aber durch den Beta-Status zu entschuldigen ist.

weitere Services

Obwohl Opera leider nicht Open Source ist, soll dennoch der Großteil der weiteren Services von der Community entwickelt werden. Um den Kontakt zur Community direkter zu gestalten wurde gestern ein Opera Unite Blog ins Leben gerufen, im heutigen Post gibt es einige Links zur bisherigen Dokumentation, welche natürlich noch erweitert werden soll.

Entwickelte Services können hier herunter geladen werden. Bisher gibt es jedoch neben den Standard Services nur ein Update zum Fridge, welches ein Problem mit der verwendeten Schrift bereinigt. Der Grund für den Mangel an bereits entwickelten Services könnte sein, dass eine Passage in den „Terms for Service“ vielen Community-Mitgliedern ein Dorn im Auge ist.

By uploading Content to Opera’s site, you grant Opera an unrestricted, royalty-free, worldwide, irrevocable license to use, reproduce, display, perform, modify, transmit, and distribute such material in any manner, including in connection with Opera’s business, and you also agree that Opera is free to use any ideas, concepts, know-how, or techniques that you send Opera for any purpose.

21
Jun
09

Status: Beta | Community: „Hilfe!“ | Devs: Beschäftigt?

Nach einigen, leider wenigen, Tests mit Opera Unite lässt sich eins ganz klar sagen, der Frustfaktor ist hoch! Dass die aktuelle Version noch in der Beta Phase ist lässt sich ganz klar erkennen!
Wirklich testen konnte ich Opera Unite bisher nicht, es läuft einfach nicht. Oh, doch … es läuft, ne, jetzt nichtmehr…

Die beiden meistbesuchten Threads im Opera Unite Forum behandeln Stabilitätsprobleme. Kurzfristige Lösungen wie uPnP ein-/ausschalten, Port Forwarding oder einfach neustarten, gibt es viele, langfristig hilft das jedoch nicht.
Erster Verdächtiger war eine Überlastung des Opera Proxies, über den die lokalen Services angesprochen werden. Jedoch sind die Probleme auch bei direktem Zugriff, wie von den Devs erklärt, vorhanden.
Viel zu hören ist von den Devs nicht, wenn das heißt, dass sie daran arbeiten die Probleme zu beheben ist das ein gutes Zeichen. Zumindest wissen sie von den Problemen:

We are aware of some stability issues today and we’re looking into it. It’s a new service and this is the first week of real world usage so we learn new things even if we’ve done heavy automated stress testing before launch.

19
Jun
09

Herzlich Willkommen auf Operativ – Share Yourself!

Mit diesem Eintrag gründe ich nun diesen Blog ohne großartige Planung oder Vorbereitung einfach so ins Blaue hinein. Anlass für diesen Blog war die Veröffentlichung von Opera Unite. Als Opera Fan bin ich natürlich auch an anderen Themen rund um Opera interessiert, ein großer Opera Kenner bin ich jedoch nicht. Im Laufe der nächsten Tage, Wochen, Monate(?) werde ich also hier über meine Erfahrungen über Opera Unite und Opera im allgemeinen Berichten. Ihr seid alle herzlich eingeladen den Inhalt zu konsumieren und zu kommentieren. Feedback, Lob und Kritik nehme ich gern entgegen. Mehr über mich und die Entstehung dieses Blogs findet ihr unter about.

  1. Was ist Opera Unite?
  2. Was denke ich darüber?

Was ist Opera Unite?

Opera Unite reinvents the Web

So wurde Opera Unite von Opera angekündigt. Ein hoher Maßstab den sie sich da setzen. Mit Opera Unite versucht Opera das klassische Client-Server-Model ins Wanken zu bringen indem es dem bisherigen Client ermöglicht gleichzeitig sowohl Client als auch Server zu sein. Kurz gesagt erweitert Opera Unite den Browser Opera 10 (momentan als beta erhältlich) um einen Webserver. Der Browser ist dabei über einen Proxy mit der Adresse http://%5BRechner%5D.%5BBenutzername%5D.operaunite.com zu erreichen.
Startseite Zu sehen bekommt man über diese Adresse eine weniger ansehnliche Startseite, die momentan bis auf den Begrüßungstext noch nicht editierbar ist.

Über Services kann der Server um einige Funktionen erweitert werden, nach der Installation stehen die 6 Funktionen “File Sharing”, “Fridge”, “Media Player”, “Photo Sharing”, “The Lounge” und “Web Server” zur Verfügung. Dadurch kann der Server zum Beispiel durch einen Chatroom oder eine Pinnwand erweitert werden oder Dateien zum Download anbieten.
Weitere Services können entwickelt und über unite.opera.com veröffentlicht werden. Ob es kostenpflichtige Services in der Art des App Stores von Apple geben wird habe ich bisher noch nicht gehört.

Was denke ich darüber?

Ob das nun eine Neuerfindung des Internets ist oder nicht, darüber lässt sich streiten. Zumindest ist es eine sehr erfrischende Idee. Für Cloud Computing Skeptiker könnte das ein kleiner Lichtblick sein, so kann Opera Unite als Ablösung des klassischen Client-Server-Models sozusagen als Gegenbewegung zum Cloud Computing gesehen werden. Jedoch ist trotzdem noch die Registrierung bei My Opera und die Erreichbarkeit über unite.opera.com notwendig, also doch nicht komplett unabhängig.

Momentan lassen sich die Services in 3 Kategorien teilen. Zum einen wären das Services die aus Sozialen Netzwerken bekannt sind, wie der Fridge, mit dem sich Pinnwand Nachrichten erstellen lassen. Dann gibt es Services zum File Sharing, wie „File Sharing“ und „Photo Sharing“ und schließlich die Kategorie der ich am meisten Potential zusage: Instant Messenging. Das größte Problem an einem Server auf dem eigenen Rechner ist die Erreichbarkeit, natürlich muss Opera Unite aktiviert sein, damit man die Services nutzen kann, ähnlich wie ein Instant Messenger. Opera Unite ist auch für weniger technisch versierte leicht zu installieren und zu bedienen, durch weitere Services könnte es somit das bisherige Instant Messenging ersetzen und durch viele interessante Funktionen erweitern.

Ich bin auf jeden Fall gespannt was für Services in nächster Zeit erstellt werden.




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